„Aus TANZhautnah wird in diesem Jahr TANZhausnah“ war das Motto des diesjährigen Tanz- Festivals der freien Kölner Szene. Im Zuge der aktuellen kulturpolitischen Diskussion über die Schaffung eines Tanzhauses in Köln wurden die Festivalbesucher im Bürgerhaus Stollwerck rundum mit diesem Thema konfrontiert. „Tanzhaus? Tanzhausleitung? Tanzhauscafé?“ waren nur einige der von Hoffnung geprägten Fragen, die Treppenaufgang und Foyer in schwarzen Lettern schmückten. Mit drei Premieren und einer Preview bei insgesamt 12 Stücken setzte der Vorstand der Kölner Tänzerinitiative in der Progammierung vor allem auf Vielfalt und Bewährtes. Zum Festivalauftakt begeisterten die beiden für den Tanztheaterpreis nominierten Stücke „IMAGO“ (site-specific- Ausschnitt) des Kölner Bewegungstheaterensemble rennArte und „das“ – Solo für eine Gestalt der renommierten Barnes Crossing-Choreographin Barbara Fuchs.
Am Festivalfreitag überzeugte Nachwuchs-Choreographin Gabriela Tarcha mit ihrer Premiere „where you were at night“, gefolgt von den ebenfalls jungen Choreographinnen cie. Moelans/Schwarzer mit dem Stück „bordstein runter“. Für viel Spaß sorgte der Tanzfilm „canapés“ von carolinesimon in der Pause vor den kontrastierenden Late-Night-Performances von Liron Noa Dinovitz und Douglas Bateman.
Ungebrochen groß war das Publikumsinteresse am Samstag mit fünf Kurzchoreographien, darunter die Premiere „Winterlandschaft mit Nescafé“ von Barnes Crossing-Mitglied Ilona Pászthy und die Preview „3PS“ des Erfolgstrios POGOensemble. Zu Beginn des Abends überraschte die Choreographin und Tänzerin der diesjährigen Kooperation mit dem „Festival 638 Kilo Tanz“ aus Essen, Jelena Ivanovic, mit ihrem ungewöhnlichen Texteinstieg im Foyer. Für Standing Ovations zum Festivalausklang sorgte schließlich die DIN A 13 tanzcompany in Kooperation mit Remix Dance Co. aus Südafrika mit ihrer berührenden mixed-abled Deutschlandpremiere „white lines, black field, colourful games“.
Das abwechslungsreiche Abendprogramm wurde erneut ergänzt durch 16 Workshops, u.a. mit dem Schwerpunkt Improvisation, die großen Zulauf hatten.
Belebt wurde das Festival vor allem durch die starken Impulse aus der von Daniel Hoernemann (Barnes Crossing) und Susi Rosenfeld (Vorstand KTI) moderierten Gesprächsrunde. Ziel dieser Veranstaltung war es einen Austausch und eine Ideensammlung anzuregen unter den Fragestellungen:
Wie kann die freie Szene dauerhaft im Tanzhaus integriert sein? Wie kann eine für die freie Szene offene Organisationsstruktur aussehen? Wie kann die Beziehung zwischen einem TanzhausTräger und der freien Szene gestaltet werden? Diese Diskussion wurde in großer Runde engagiert geführt und wird zeitnah vertieft. Weitere Informationen über die Kölner Tänzerinitiative und TANZhautnah 2008:
Vorstand: Gitta Roser, Susi Rosenfeld, Denise Albert
Tel. 0221/98 755 25 od.
koelnertaenzer(at)gmx(dot)de
Pressearbeit: Anne Siebertz, Tel. 02238/96 35 72
Vorankündigungen
Kölner Stadtanzeiger vom 27.September 2007
Stadtrevue Oktober 2007
Kölner Stadtanzeiger Pressetext 2006
PRESSEMITTEILUNG 2007
Besucherrekord beim diesjährigen TANZhautnah–FESTIVAL (27. – 30.09.07)
Acht Premieren und ebenso viele Wiederaufnahmen begeisterten die Besucher im Bürgerhaus Stollwerck auch in diesem Jahr wieder beim diesjährigen Tanzhautnah-Festival. Mit knapp 500 ausgegebenen Eintrittskarten konnten die Vorjahreszahlen somit um gut ein Viertel gesteigert werden. Damit sieht der Veranstalter, Kölner Tänzerinitiative e.V., sein neues Festival-Konzept bestätigt. Im vergangenen Jahr hatte der neue Vorstand Gitta Roser, Sonia Franken und Susi Rosenfeld die bewährte Veranstaltungsreihe als Festival neu konzipiert.
Um das tanzbegeisterte Publikum aktiv teilhaben zu lassen, bot TANZhautnah neben den Abendvorstellungen mit 16 Workshops, darunter HipHop, Zeitgenössischer Tanz oder Yoga, eine breite Plattform für Einsteiger und Fortgeschrittene. Knapp 140 TeilnehmerInnen und damit ebenfalls mehr als im Vorjahr nutzten die Angebote an drei Festivaltagen.
Zum Festivalauftakt zeigte TANZhautnah die beiden Premieren „Wenn ich allein bin tue ich nichts besonderes“ eine Kooperation mit k² kurztanzreihe aus Freiburg und „Ja Ja der Jodok“ der Kölner Nachwuchschoreographinnen POGOensemble, die bereits in den vergangenen Jahren mit erfolgreichen Stücken ihr Können unter Beweis gestellt hatten.
Am zweiten Festivaltag drohte das Bürgerhaus Stollwerck bei den insgesamt acht Kurzstücken junger ChoreographInnen aus allen Nähten zu platzen. Damit boten die Veranstalter unter dem Titel „Junge ChoreographInnen“ besonders NachwuchskünstlerInnen, die ihre Stücke meist ganz ohne Förderung produzieren, eine Auftrittsmöglichkeit.
Am Festivalsamstag sorgten die zwei Festivalblöcke Abendvorstellung – zwei Erfolgsstücke von „comme des lezards“ (Volkhard Samuel Guist, Laura Virgillito, Patrick Entat) – und Latenight – vier Kurzstücke etablierter KünstlerInnen für ein abwechslungsreiches Programm für jeden Geschmack. Nach dem Kurzstück „augure“ im Mary-Wigman-Stil von Katharine Sehnert zeigte Barbara Fuchs eine Tanzminiatur aus VIA, das für den diesjährigen Kölner Tanztheaterpreis nominiert ist. In bewährter Manier begeisterte Erika Winkler mit Tanz, Bildern und Texten in ihrer Premiere „Cindy meets the Longdistancerunner“. Trotz später Stunde löste Torsten Konrad mit seiner Körperperformance „Dance with the music“ auf humorvolle Weise Begeisterungs aus.
Erwartungsgemäß war die Abschlussvorstellung am Sonntagabend mit „sex I.D.“ der DIN A 13 tanzcompany – ebenfalls für den Kölner Tanztheaterpreis nominiert - noch einmal ausverkauft.
Zuvor waren viele Tanzinteressierte der Einladung zur Lecture Demonstration von Katharine Sehnert mit Filmbeispielen aus der Zeit von Mary Wigman gefolgt. Eine angeregte Diskussion zur Aktualität des Tanzstils in Kooperation mit dem Deutschen Tanzarchiv entstand.
„Insgesamt ein voller Erfolg“ urteilt das Leitungstrio und denkt bereits jetzt über eine Neuauflage des Festivals im nächsten Herbst nach.
Weitere Informationen über die Kölner Tänzerinitiative und TANZhautnah 2007:
Vorstand: Gitta Roser, Sonia Franken, Susi Rosenfeld, Tel. 0221/987 55 25 oder koelnertaenzer(at)gmx(dot)de
Pressearbeit: Anne Siebertz, Tel. 02238/96 35 72
PRESSEMITTEILUNG OKTOBER 2006
"TANZhautnah-FESTIVAL" (12. - 15.10.06) war ein voller Erfolg
Die Formel "zuschauen, mitmachen, netzwerken" des diesjährigen TANZhautnah-Festivals ist für die Kölner Tänzerinitiative aufgegangen:
mit knapp 400 Besuchern waren die Performances gut besucht, hinzu kamen weitere 130 Besucher in elf Workshopangeboten.
Bereits am ersten Festivaltag mit der Auftaktpremiere "Karijini Song" von Britta Lieberknecht und der neuen Produktion von Yoshie Shibahara ("Karyatiden" ist für den Kölner Tanzpreis 2006 nominiert) war das Bürgerhaus Stollwerck gut gefüllt.
Neben den abendlichen Performances setzte das neue Leitungsteam Gitta Roser, Sonia Franken und Susi Rosenfeld ab dem Freitag mit elf Workshopangeboten auf aktives Mitmachen. Viele der vorwiegend jungen TeilnehmerInnen hatten so großes Interesse an Workshops wie Pilates, Zeitgenössischer Tanz oder Body Mind Centering , dass sie sich spontan gleich für mehrere Angebote entschieden.
Absolutes Highlight bei den Performances waren die Vorstellungen am Freitagabend. Bereits das 20-Uhr-Programm "Rush", Deutschlandpremiere von Julia Riera & Jelena Kostic, zog ein großes Publikum an. Den größten Erfolg konnte die Late-Night-Veranstaltung mit fünf Kurzchoreografien von NachwuchskünstlerInnen für sich verbuchen, sie spielten vor ausverkauftem Haus.
Ein abwechselungsreiches Site Specific-Programm am Samstag im Treppenhaus des Bürgerhauses Stollwerck schuf eine gelungene Verbindung zwischen Workshop und Performance. Die Abendvorstellungen setzten mit den Choreografinnen Erika Winkler/Dina ed Dik mit "Mutterseelenallein" und der zweiten Premiere von Britta Lieberknecht ("Beben/Vibrato") spezielle literarische und philosophische Akzente für ein tanzinteressiertes Publikum. Auch zu später Stunde lieferte Geraldo Si mit dem Kooperationsprojekt (die boerse, Wuppertal) "White in ... Information Information" eine fulminante Bühnenshow. Eine Videoprojektion über das Geschehen im Saal führte das Publikum zum kommunikativen Abschluss im Treppenhaus des Bürgerhauses zusammen.
Am letzten Festivaltag folgte schließlich eine eingeschworene Besuchergemeinschaft amüsiert und aufmerksam der Abschlussvorstellung "What think Eye" in Kooperation mit Cocoondance, Bonn.
Auf großes Interesse stieß das Podiumsgespräch am Festivalsonntag. Unter dem Titel "Auf dem Sprung!" diskutierte der Journalist Thomas Linden mit Gästen aus der Kultur- und Tanzszene über Chancen und Alternativen, in Köln ein eigenes Tanzhaus zu schaffen. Während des konzentrierten Gesprächs sahen alle Beteiligten die Notwendigkeit eines Proben- und Abspielortes.
Die Raumproblematik wäre entschärft, und somit wären Voraussetzungen geschaffen, um mit Veranstaltern und Förderern - auch überregional und international - zu kooperieren.
Das Gespräch lieferte positive Impulse und zeigte auch Wege für Übergangslösungen auf.
Insgesamt zeigen sich die Veranstalter sehr zufrieden mit der positiven Resonanz. "Es entstand ein Festivalgefühl und auch der Netzwerkgedanke beginnt zu greifen", freut sich das Leitungstrio.
Weitere Informationen über die Kölner Tänzerinitiative und TANZhautnah 2006:
Pressearbeit: Anne Siebertz, Tel. 02238/96 35 72

